Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Interessierte,

mit diesem Blog wollen wir als Gewerkschaft ver.di euch / Sie über aktuelle Vorgänge beim Elektrohändler Alpha Tecc in Forchheim transparent und schnell informieren und euch / Ihnen Gelegenheit geben, sich zu äußern.Wir haben uns für diese Informationsverbreitung aus unterschiedlichen Gründen entschieden: Zum einen seid ihr / sind Sie so nicht mehr auf Gerüchte angewiesen, die ja alltäglich aufkommen, zum anderen kommen über diesen Kanal Informationen aus erster Hand blitzschnell zu Euch / Ihnen nach Hause.Wir werden unser Bestes geben, so aktuell wie möglich, und so ausführlich wie nötig zu informieren. Gerne könnt ihr Euch / können Sie sich durch Kommentare einbringen. Zensur wird unsererseits bei Einträgen ausgeübt, die offensichtliich unfair sind, klar die Unwahrheit verbreiten oder ins Niveaulose abgleiten.Wir wünschen uns und euch / Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schreiben und Kommentieren.



Euer / Ihr ver.di-Infoblog-Team



Freitag, 5. Januar 2018

Harte Zeiten erfordern starke Betriebsräte!





Gilt übrigens auch für Duckmäuser und MitläuferINNEN aber auch für Betriebsräte in Betrieben, die konfliktbereite Betriebsräte und KollegINNEN nicht unterstützen und durch die Geschäftsleitung betriebenes und angeleitetes Mobbing nicht unterbinden! 

Augen und Ohren auf zur Betriebsratswahl - du bekommst was du wählst!

Montag, 1. Mai 2017

Bühne frei.........

Der letzte Kampf

 oder 

Die Legende von Alphatecc 

Forchheim



Fränkischer Tag 04.04.2017


Wir erinnern uns an die Ausgangssituation:

Arbeitgeber lies Anfang Dezember 2016 den bereits mit dem Betriebsrat verhandelten Sozialplan/Interessenausgleich per Widerruf platzen und setzte vom Arbeitsgericht die Einigungsstelle hierfür ein. Eine Terminfindung für die Einigungsstelle über die Sozialplanverhandlungen und den Interessenausgleich mit dem Einigungsstellen-Richter wurde für den 27. Februar 2017 anberaumt.
Hierbei war davon auszugehen, dass der Arbeitgeber die Verhandlungen in der Einigungsstelle - bewusst geplant - für gescheitert erklären wird, mit dem Ziel, sofort die betriebsbedingten Kündigungen an die Beschäftigten rauszuhauen und einen billigen und sozial-unverträglichen Sozialplan hin zu bekommen! Wir berichteten: Link


Die schlechten wirtschaftlichen Ergebnisse der letzten 5 Jahre sowie die Zukunftsprognose der Betriebsstätte Forchheim sprechen Bände auf dem Papier - der Betrieb ist pleite. Das der Mutterkonzern GLOBUS hier zum Link: genügend Kapital besitzt, spielt hierbei keine Rolle, denn gewertet wird lediglich der Einzel-Standort.
In den vergangenen Jahren wurde trotz der roten Zahlen fleißig investiert z.B. in neue, ständig wechselnde Führungskräfte vom teuren Headhunter aufgespürt oder in eine modernere, sehr kostspielige Videoüberwachung. Auch sinnfreie Gerichtsverhandlungen gegen den Betriebsrat und Kündigungsschutzverfahren einzelner Mitarbeiter wurden billigend in Kauf genommen oder teure Einigungsstellen angerufen. "Das zahlen die alles aus der Portokasse", so die Aussage des Marktleiters Seebach.
Fatal auch, als die Geschäftsführung die Laden-Öffnungszeiten zum März 2015 noch weiter verkürzte, statt neue unternehmerische Konzepte zu schaffen für den Erhalt der Filiale und die Sicherung der Arbeitsplätze, nein dies war auch keineswegs gewollt! Link: Petition gegen Verkürzung der Ladenöffnungszeiten

Bereits im Jahre 2014 wurden die Standorte Alphatecc Einöd und Alphatecc Zwickau geschlossen, wir berichteten

Der Betrieb ist pleite aber nicht der Mutterkonzern Globus. Das wiederum zählt nicht in der Einigungsstelle, denn die Geschäftszahlen der Einzelbetriebsstätte liefern das Ergebnis und daraus resultierend, wie hoch bzw. wie tief der Nachteilsausgleich der Beschäftigten für den Verlust des Arbeitsplatzes ausfallen wird.
Das Risiko war hoch, hier noch einen "angemessenen" Sozialplan und Interessenausgleich mit der von den meisten Kollegen so erhofften vorübergehenden Weiterbeschäftigung in einer Transfergesellschaft hinzubekommen - bei den miesen Zahlen.

Aber es kam anders und die Zielsetzung wurde im letzten Moment noch erreicht:   


Mehreren hintereinander folgenden Protestaktionen der Beschäftigten im Globus-Shoppingcenter ist es zu verdanken, dass der Arbeitgeber mit dem Betriebsrat die Sozialplanverhandlungen wieder aufgenommen hat, um doch noch einen „verträglichen“ Nachteilsausgleich für den Verlust der Arbeitsplätze zu verhandeln, statt den Einigungsstellentermin am 27. Februar 2017 vorzuziehen.

Eine weitere Protestaktion wurde bereits im wesentlich größeren Rahmen geplant und stand auf Abruf in der Warteschleife mit Unterstützung der Gewerkschaft Verdi im Saarland, wo sich auch der Hauptsitz des Globus-Konzern´s befindet.
Finanziert und gesponsert wurde diese kostspielige Protestaktion von den Beratern des Betriebsrats und der Verdi-Gewerkschaft. Aber soweit musste es nun nicht mehr kommen, was die kämpferischen KollegINNEN dennoch bedauerten, denn der Spaß und die Publicity in Völklingen wären es wert gewesen.

Die Verhandlungstage entwickelten sich zu einem knallharten und nervenzerreißenden Kampf für Betriebsrat und dessen Berater. 
Aber auch die Anwälte des Arbeitgebers hatten große Anstrengungen, die täglich bis stündlich neuen Berechnungen zu verhandeln und wichtige Entscheidungen für die Beschäftigten zu treffen. Jeder Monat, welchen der Arbeitgeber noch länger Gehalt an die Beschäftigten zahlte (die MA waren seit 22.12. bezahlt freigestellt), wurde dem Betriebsrat vom Arbeitgeber aufs Butterbrot geschmiert und sollte negative finanzielle Auswirkungen auf den Sozialplan haben. Um jeden Euro wurde erbittert gefeilscht!

Der Kampf hatte sich ausgezahlt! Der gesamte Ablauf bis zur Unterzeichnung des Sozialplans entwickelte sich zu einem turbulenten  Bühnenstück - nichts lief normal oder unkompliziert ab. 
Kurz vor dem Ziel drohte dennoch alles zu scheitern, weil die Arbeitsagentur Bamberg ein Problem mit der Höhe des Aufstockungsbetrages seitens Arbeitgebers auf 100 % Transferkurzarbeitergeld hatte!

Man einigte sich am 17. Februar 2017 auf einen Interessenausgleich und Sozialplan in welchem eine Abfindungssumme sowie ein befristetes Arbeitsverhältnis mit einer Weiterbeschäftigung für längstens 11 Monate in der Transfergesellschaft für die Beschäftigten ausgehandelt wurde.

Bevor aber der Betriebsrat und der Arbeitgeber den Sozialplan unterzeichnen konnten, galt es noch die letzte Hürde, das Pflichtgespräch mit der Arbeitsagentur Bamberg, zur Genehmigung der Transfergesellschaft und dem damit verbunden Transferkurzarbeitergeld wahr zu nehmen. 
Dieser Termin fand am 21.02.17 zusammen mit der Arbeitsagentur Bamberg, dem Arbeitgeber und Betriebsrat statt. Die Zeit war knapp, denn bis zum 28.02. 17 sollten die Beschäftigten die Wahlmöglichkeit erhalten, ab 01.03. in die Transfergesellschaft Personaltransfer West GmbH zu wechseln.

Der Sozialplan drohte zu scheitern, weil die Arbeitsagentur die Höhe des Transferkurzarbeitergeldes mit einer Aufstockung auf 100 % seitens Arbeitgeber für die Zeit der laufenden Kündigungsfristen nicht bewilligte. Begründung: der Arbeitnehmer hätte dadurch keinen Anreiz sich zu bewerben, wenn er in seiner gesetzlichen Kündigungsfrist 100 % seines alten Gehalts weiterhin beziehen würde. Das wäre vermittlungshemmend. Angemessen wären höchstens nur 80 % Transferkurzarbeitergeld, so die Aussage des Mitarbeiters der Arbeitsagentur.

Der Schock über diese willkürliche Entscheidung des Amtes saß tief, denn damit hatten weder Betriebsrat noch der Arbeitgeber gerechnet, zumal dies bisher in anderen Bundesländern nicht als vermittlungshemmend galt und ohne Probleme von den Arbeitsagenturen bewilligt wurde, aber in Bayern herrschen wohl eigene Gesetze. Das Amt blieb beharrlich bei seiner Meinung und die Zeit drängte!

Aber auch hierfür fand man unter Hochdruck zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber am späten Abend noch eine neue Lösung, ohne Benachteiligung für die Beschäftigten. 
Mit dieser Lösung erklärte sich nun auch die Arbeitsagentur Bamberg einverstanden und am darauffolgenden Tag, am Mittwoch, den 22.02.17 konnte endlich der Interessenausgleich und Sozialplan von beiden Parteien abgeschlossen und unterzeichnet werden.

Folgende Ergebnisse wurden erkämpft:

Die Mitarbeiter erhalten eine Abfindung und die Wahlmöglichkeit zum 01. März 2017 in die Transfergesellschaft zu wechseln.

Die Laufzeit in der Transfergesellschaft richtet sich nach der Betriebszugehörigkeit und beinhaltet folgende Dauer: 
die doppelte Zeit der Kündigungsfristen minus 1 Monat, jedoch mindestens 5 Monate und längstens 11 Monate. 
Die meisten Beschäftigten haben eine Betriebszugehörigkeit von 16 Jahren (Kündigungsfrist von 6 Monaten) und sind somit 11 Monate in der Transfergesellschaft beschäftigt bis zum Januar 2018. 
Der Mitarbeiter mit der geringsten Kündigungsfrist von 1 Monat ist somit ab dem 01.03. 2017 noch weitere 5 Monate in der Transfergesellschaft weiterbeschäftigt.

Seit dem 21. Dezember 2016 waren die Mitarbeiter bezahlt freigestellt und wurden auch für die Monate Januar und Februar 2017 fortlaufend zum regulären Gehalt weiterbezahlt.

In der Zeit der Transfergesellschaft hat jeder MA die Möglichkeit sich „individuell“ für sein berufliches Fortkommen zu qualifizieren in Qualifizierungskursen bei den regionalen Schulungsunternehmen, die sich der MA selbst aussuchen kann. Des Weiteren wurde vereinbart, dass der MA für jeden Monat des früheren Ausscheidens aus der Transfergesellschaft wegen neuer Arbeitsaufnahme eine Sprinterprämie obendrauf ausgezahlt bekommt aber auch weiterhin sein Rückkehrrecht (Ruhensvereinbarung) in die Transfergesellschaft bestehen bleibt, sollte es mit dem neuen Job, nicht wie erwartet, klappen.


Vorteile für den Übertritt in die Transfergesellschaft sind u.a.:

  1. man ist weiterhin in einem Beschäftigungsverhältnis "befristet" angestellt statt arbeitslos zu sein und sich mit diesem Status "arbeitslos" bewerben zu müssen
  2. die Zeit bis man ALG I erhält, verlängert sich nach hinten
  3. man qualifiziert sich für sein neues Berufsleben und bekommt Hilfe und Unterstützung von der TG gestellt
  4. man wird nicht in Leiharbeitsverhältnisse (prekäre Arbeitsverhältnisse) gezwungen und muss keine schlechter bezahlten Jobs annehmen

Voraussetzung: es gilt hierbei eine gute Transfergesellschaft zu finden mit einem guten Leumund! Es gibt auch schwarze Schafe.

Anmerkung:
Wenigstens ein paar der Beschäftigten im Globus-Unternehmen SBW oder Baumarkt unterzubringen und hier weiter zu beschäftigen blieb erfolglos. Von Seiten der Geschäftsstellenleiterin des Globus SBW hieß es u.a.:  „Man sehe hier keine Möglichkeit, man müsse vorrangig erst einmal die eigenen Beschäftigten unterbringen. Es gäbe viele Teilzeitbeschäftigte, die lieber in Vollzeit arbeiten würden.“

Auch im Baumarkt gäbe es befristete Arbeitsverhältnisse, die man lieber "entfristen" würde.

Wir waren erstaunt über die vielen prekären Arbeitsverhältnisse innerhalb des Globus-Konzerns, das hatte es früher so nicht gegeben! Und dabei war man doch immer so stolz auf die besonders hohe soziale Fürsorglichkeit und Unternehmenskultur gegenüber seinen Mitarbeitern im Globus-Konzern! Der Konzern stellt sich jedenfalls nach außen so dar. Hier zum Link
Umso mehr verwundert es uns nicht, dass bedauerlicherweise von den Globus-Kollegen keine "öffentliche" Solidarität in unserem Kampf zu erwarten war obwohl wir doch alle Kollegen sind!

Anmerkung: Und ausgerechnet jetzt flattern die Stellenvorschläge der Arbeitsagentur vom Globus SBW bei den KollegINNEN ein!
Dabei konnte man doch die KollegINNEN gar nicht im Globus weiter beschäftigen, weil es keine freien Stellen gab?
Oder war die Übernahme der Altverträge mit langen Betriebszugehörigkeiten und der Gehälter hinderlich - nicht billig genug?



Wir raten jedem Betriebsrat, den Kollegen und Betroffenen sich zu wehren und zu kämpfen! Sich hierbei gut zu vernetzen und zu solidarisieren mit Gewerkschaft, Betriebsräten, Gleichgesinnten, Betroffenen, Menschen des öffentlichen Lebens, Politik und öffentlichen Medien, denn nur gemeinsam ist man stark!

Es werden weitere Schließungen folgen! Solidarisiert Euch! Mucken statt ducken, sonst geht ihr leer aus!



Wir danken allen solidarischen Helfern und Mitstreitern:

  • der Anwaltskanzlei Vieker & Chatziparaskewas aus Minden, langjährige Begleiter und Berater zum Link
  • dem grandiosen einfallsreichen Berater für Betriebsräte Dr. Frank Havighorst aus Lünen zum Link
  • der katholischen Betriebsseelsorge Bamberg: Herrn Dr. Manfred Böhm und Kollegen,
  • dem Oberbürgermeister der Stadt Forchheim Herrn Uwe Kirschstein,
  • den Betriebs- und Personalräten des DGB Kreisverbandes Forchheim und der Gewerkschaft Verdi


Der Vorhang fällt, die Vorstellung - die Legende von Alphatecc Forchheim 2001- 2016 - neigt sich dem Ende. Mit erhobenem Haupt verlassen die Alphatecc-Beschäftigten die Bühne und bedanken sich bei ihrem aufmerksamen Publikum!


Ganz ausgestanden ist es noch nicht, denn der Preis für den Einsatz und den harten Kampf des Betriebsrats ist ein vom  Arbeitgeber besonders schlecht ausgestelltes Arbeitszeugnis mit dem Hintergrund, das BR-Mitglied nachhaltig chancenlos auf dem Arbeitsmarkt zu machen. Aber so kennt man diesen Arbeitgeber seit Jahren und auch damit wird man wieder gemeinsam fertig.

Sollte die Betriebsratsvorsitzende wegen des legendären vermittlungshemmenden Arbeitszeugnisses ins Arbeitslosengeld oder in Hartz IV rutschen, wird sie den Geschäftsführer Huwer öffentlich auf Unterhalt verklagen.
"Er soll dann für ihren Lebensunterhalt aufkommen müssen, wenn das sein Ziel ist!"

Es wäre doch skandalös und keineswegs vertretbar, wenn der kleine Steuerzahler wegen der Befindlichkeiten eines Konzern-Geschäftsführers und dessen bedauerlicher Rachsucht aufkommen muss, währenddessen sich dieser weiterhin wie die Made im Speck wälzen darf und seine Gewinne aus den Gehältern der Beschäftigten schöpft.


Sonntag, 19. März 2017

Den Betrieb totlaufen lassen.........



Trotz der roten Zahlen, trotz der schlechten Ergebnisse wird fleißig im Betrieb investiert in Umbauten, neue Telefonanlage mit Überwachungsfunktion, Kameraanlage, Dienstkleidung und neue Führungskräfte. 

Kommt Euch das bekannt vor? 

Betriebsräte im Globus-Konzern: Achtet auf die Zeichen statt Augen, Ohren und den Verstand zu verschließen! Agieren statt Reagieren!


Zum Link: Abwarten kann tödlich sein!


Kolleginnen und Kollegen wählt einen vertrauenswürdigen Betriebsrat der EURE Interessen vertritt! Eine Führungskraft - ein stellvertretender Marktleiter oder Fachbereichsleiter - gehören wegen des Interessenkonflikts nicht in ein Betriebsratsgremium! Die Gefahr: Kündigungen von Mitarbeitern werden vom Betriebsrat zugestimmt um den Personalabbau voranzutreiben! 


 

Zum Link: Aktive Betriebsräte im Globus-Konzern 

Zum Link: Kündigung BR-Vorsitzende Globus: Arbeitsgericht weist Antrag von Globus zurück

Zum Link: Rausschmiss ist vom Tisch




Sonntag, 5. Februar 2017

Wir geben nicht auf, und das ist erst der Anfang!

Stehen jetzt Kündigungen bevor?

Mitarbeiter des Elektro-Fachmarktes Alphatecc appellieren in der "Trefferia" des Globus-Einkaufsmarktes an die Menschlichkeit der Konzernleitung.


Es ist davon auszugehen, dass dieser Arbeitgeber im ersten Termin der Einigungsstelle die Verhandlungen - bewusst geplant - für gescheitert erklären wird, mit dem Ziel, sofort die betriebsbedingten Kündigungen an die Beschäftigten rauszuhauen und einen billigen und sozial-unverträglichen Sozialplan hin zu bekommen!

Anmerkung: Der Arbeitgeber hat die Einigungsstelle per Gericht einsetzen lassen,
obwohl man sich bereits zuvor geeinigt hatte! 

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Interessenausgleich "ernsthaft" zu verhandeln, andernfalls setzt er sich dem Risiko von in ihrer Höhe unkalkulierbaren Ansprüche der Kollegen/-innen auf NACHTEILSAUSGLEICH aus, zumal der Betriebsrat keineswegs rechtzeitig über die Betriebsschließung informiert wurde!





Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) berät sich im Globus-Trefferia mit den Mitarbeitern des Alphatecc


Slogans auf den Alphatecc-Jacken: "Schlechte Arbeitszeugnisse als Strafe", "Mit einem Bein in Hartz IV" oder "Zeigen Sie Menschlichkeit!"


 Fränkischer Tag, 07.02.17


Heute haben mehr als 20 Forchheimer Betriebsräte und Betriebsrätinnen die Alphatecc Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unterstützt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Betriebs- und Personalräterunde des DGB Kreisverbandes Forchheim erklären sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma Alphatecc solidarisch. Wegen der Schließung des Standorts Forchheim sind sie akut von Kündigung bedroht. Alphatecc gehört zur Globusgruppe. Derzeit laufen die Sozialplanverhandlungen.
Wir fordern die Geschäftsführung der Globusgruppe auf, für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sozialverträgliche Lösung in den Verhandlungen zu finden. 



Sonntag, 8. Januar 2017

Wir sind noch da!



Wir bleiben sichtbar - die Alphatecc-Beschäftigten im Globus-Konzern!






Tag 1


Tag 2





Wir fordern eine sozialverträgliche Lösung für ALLE !!!!





Freitag, 23. Dezember 2016

Nach dem Rauswurf am letzten Arbeitstag im Alphatecc kam der Protest


Am letzten Arbeitstag, 20.12.16 gab es für die Beschäftigten im Alphatecc Forchheim noch einmal die volle Breitseite:

Um 13:30 Uhr wurde die Belegschaft durch den Vertriebsleiter und Insolvenzverwalter Herrn Seebach zu einer Mitarbeiterversammlung gerufen.
Eine erdrückende Stille in Erwartung auf die letzte Ansage durch Hr. Seebach, hier ein Auszug:


 "Ab heute seid ihr bis auf Weiteres bezahlt freigestellt, ihr dürft jetzt nach Hause gehen."
 "Gebt eure Spindschlüssel und euren Transponder im ML-Büro ab."

" Nichts desto trotz, stehen Herr Müller und ich euch in den nächsten Wochen weiterhin  zur Verfügung, wenn irgendwas sein sollte, die Handynummern sind bekannt."


 "Wenn jemand uns anrufen möchte und sagt: "ich habe einen neuen Job gefunden Herr Seebach, was können wir da tun?" Da könnt ihr gerne auf uns zukommen."

"Wir werden uns im Laufe - wahrscheinlich Mitte Januar - dann mal melden, wie´s  gegebenenfalls weitergeht."


Auf die Fragen der KollegINNEN, wie denn dieser Meldekontakt umgesetzt wird und was hier den Mitarbeitern inhaltlich gemeldet werden wird, antwortete Herr Seebach:
"Wenn wir uns melden, dann gibt´s von der Koordination ein Briefchen, das werdet ihr dann sehen wenn es soweit ist. Die Verhandlungen laufen ja im Hintergrund mit dem BR und der GF weiter."

Auf die Frage der KollegINNEN:"Bis wann sind denn die Mitarbeiter bezahlt freigestellt?" 
Antwort Hr. Seebach: "Ich habe gesagt, es sind alle freigestellt und wir melden uns Mitte Januar, mehr gibts dazu nicht zu sagen! Gebt eure Transponder im Marktleiterbüro ab!"


Rhetorik Note 6!



Fazit: 
Die MitarbeiterInnen bekamen weder konkrete Antworten noch ein Dankeschön für ihre langjährige Arbeit im Alphatecc .... und Tschüss.



Umso mehr bedarf es nun einer Mitarbeiter-Protestaktion am darauffolgenden Tag gegen Mittag in der Globus-Shoppingmall, denn von einem verantwortungslosen Arbeitgeber ohne Skrupel, hatte man nun nichts mehr zu erwarten nach diesem Trauerspiel.


Und siehe da, aus einer Protestaktion entwickelte sich ein Protest:






Fränkischer Tag 22.12.2016


Ihr Kunden oh kommet... ein Lied schallt durch die Mall:

Die Weihnachts-Elfen aus der Kreativ-Werstatt









NN 22.12.2016


.....die ersten Leserkommentare:





Leserbrief Fränkischer Tag vom 28.12.16


Im Einzelhandel gibt es kaum Vollzeitstellen zu besetzen, so die Aussage der Arbeitsagentur.

Prekäre Arbeitsverhältnisse, Minijobs und Teilzeitstellen zu unregelmäßigen Arbeitszeiten und Mindestlohn - die Zukunftsperspektive für Beschäftigte im Einzelhandel. 
Armut und Altersarmut lautet die Prognose!

Nicht mit uns! Wir kämpfen für die Weiterbeschäftigung im Globus-Konzern mit Bestandsschutz der noch bestehenden Arbeitsverhältnisse.
Neue Marktleiter werden nach Schließung von Betrieben weiter beschäftigt und sogar befördert, trotz der schlechten Umsatzentwicklung, trotz der schlechten Ergebnisse und trotz der kurzen Betriebszugehörigkeit!

Wir fordern gleiches Recht für ALLE! Oder sind Mitarbeiter, das wertvollste und wichtigste Kapital in einem Unternehmen, weniger wert?


Wir haben einen langen Atem, jetzt erst RECHT!


        "Was ist schon ein Tropfen?!", sagte der Stein. "Warten wir´s ab!", sagte das Wasser.


"Im Globus ist die Welt nicht mehr in Ordnung"








Samstag, 17. Dezember 2016

"The last Day"

.......der letzte Verkaufstag ist heute herangerückt. Nach Torschschluss um 18 Uhr wird der Schandfleck "Alphatecc" nun endlich durch eine große Holzwand für die vielen Weihnachts-Einkäufer im Globus unkenntlich gemacht.
Engagiert bastelten hierfür in den letzten Tagen die fleißigen Haustechniker-Burschen vom Globus-SBW eine Wand, um den Schandfleck im umsatzstärksten Monat zu beseitigen und den Kunden nichts mehr an einen Elektrofachmarkt erinnern zu lassen. 

Seit Wochen schlenderten die Kunden durch leere Regale im Alphatecc, eine Peinlichkeit für die Kunden und eine Farce für die tapferen Mitarbeiter die sich den vielen Fragen der Kundschaft stellen und ausharren mussten.

So schaut´s aus:














Schluss:

Nur einer hat gut Lachen - der Insolvenzverwalter



Die Kolleginnen und Kollegen sind nicht unsichtbar, auch nicht durch eine Wand!

Wir kämpfen solange, bis eine sozialverträgliche Lösung und ein angemessener Nachteilsausgleich für den Verlust der Arbeitsplätze gefunden wurde!

Herr Bruch und Herr Huwer verlieren sie nicht ihr Gesicht! Hier geht es um Menschen und nicht um Zahlen! MitarbeiterINNEN die Ihnen 16 Jahre lang die Treue gehalten haben!

Wir wünschen allen ein frohes und "besinnliches" Weihnachtsfest!



Zwölf kleine Alphatecc´s, die wurden Herrn Bruch ein Graus, drum fangen wir langsam leise an und hauen alle raus 

12 klein, 11 klein, 10 klein, 9 klein, 8 klein, 7 klein, 6 klein, 5 klein, 4 klein, 3 klein, 2 klein, 1 kleine Alphatecc´s ….........